Fortschritt bei der Altlastensanierung

Jahresbericht zu Verdachtsflächen und Altlasten in Österreich

© BEV, Landesregierungen & land-, forst- u. wasserwirtschaftl. Rechenzentrum

Wien, 5. März 2020 - Im Report Verdachtsflächenkataster und Altlastenatlas berichten die ExpertInnen des Umweltbundesamts jährlich den Stand der Altablagerungen, Altstandorte, Verdachtsflächen und der Altlastensanierung in Österreich. Mit 1. Jänner 2020 sind 69.184 Altstandorte und Altablagerungen bekannt. Altstandorte sind bereits weitgehend erfasst, für Altablagerungen wird die Liste in den nächsten Jahren sukzessive vervollständigt. An diesen Standorten wurden vor dem Jahr 1989 Abfälle abgelagert oder es kamen umweltgefährdende Stoffe zum Einsatz. Der größte Teil der Altablagerungen und Altstandorte stellt keine erhebliche Gefahr für die Umwelt oder die Gesundheit der Menschen dar. Nur rund 2-3 % der Standorte sind Altlasten.

Von Altablagerungen und -standorten zu Altlasten

Altablagerungen und Altstandorte werden gemäß Altlastensanierungsgesetz stufenweise bearbeitet: Erstabschätzung, Klassifizierung als Verdachtsfläche, Voruntersuchung, Gefährdungseinschätzung und Beurteilung der Umweltgefährdung. Wenn sich der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung durch Untersuchungen bestätigt, wird die Fläche in den Altlastenatlas eingetragen. Mit 1. Jänner 2020 sind 312 Altlasten bekannt, davon sind 168 saniert oder gesichert. Im Jahr 2019 wurden acht neue Altlasten ausgewiesen, vier Altlasten konnten als saniert oder gesichert beurteilt werden. Im Verdachtsflächenkataster sind mit Stand 1. Jänner 2020 insgesamt 1.805 Flächen eingetragen.

Der neue Report informiert über den Bearbeitungsstatus der erfassten Flächen und über die Fortschritte bei der Sanierung von Altlasten in den einzelnen Bundesländern.

Altlastensanierungsgesetz

Grundlage für die Erfassung und Bewertung von Altablagerungen und Altstandorten sowie für die Finanzierung notwendiger Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen ist das Altlastensanierungsgesetz. Untersuchungen von Verdachtsflächen werden auf Veranlassung des Klimaschutzministeriums von den Ämtern der Landesregierungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden vom Umweltbundesamt hinsichtlich der Umweltgefährdung beurteilt.

Alle Fakten auf einen Klick

Auf www.altlasten.gv.at finden UserInnen alle Informationen zu Altlasten und Verdachtsflächen in Österreich. Die Website bietet ausführlichen Informationen, eine Online-Abfrage zu Eintragungen im Verdachtsflächenkataster wie auch Informationen zu rechtlichen Grundlagen und der Finanzierung der Altlastensanierung.

 

Weitere Informationen:

Inge Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5413